Der Schwimmkurs mannomannomann
Den Schwimmkurs in Orsingen hätten wir uns besser mal geschenkt, 7mal war Christoph hin, 7 mal 90 Minuten, die ersten Male war es auch gut, nette “Schwimmlehrer” hatte Christoph da erwischt, besonders ein etwas älterer Mann und eine sehr nette, grosse blonde Frau. Mal gleich eins vorneweg, schwimmen kann er noch nicht, im tiefen Becken kommt er 3 Meter weit, dann würde er “absaufen”…
Nein, die Kids sind keine 90 Minuten im Wasser, das wäre ja zu schön, 45 Minuten davon rennen sie auf der Wiese umher und machen irgendwelche “Spielchen”, am Ende der “Theoriestunde” bekommen sie dann ein Blatt für ihren Ordner, wo eine Regel draufsteht, naja 2mal waren es auch 2 Blätter. Sind diese Spruch-Blätter wichtig die man Baderegeln nennt?
Macht Euch selber ein Bild:
Blatt 1: “Vermeide lange Sonnenbäder. Creme dich mit Sonnencreme ein, wenn du aus dem Wasser kommst. Wenn man zu lange ungeschützt und ohne Kopfbedeckung in der Sonne bleibt, besteht die Gefahr einen Sonnenbrand oder einen Sonnenstich zu bekommen.” Meine Meinung: DAS weis Christoph schon seit er 3 – 4 Jahre jung ist, daß man einen Sonnenbrand bekommen kann und eine Kappe ausetzen muss… zudem man soll mir mal ein Kind zeigen, das Freunde im Schwimmbad sieht oder den Bodensee sieht und dann ans eincremen denkt! Dafür hat man doch die Eltern dabei oder Oma…
Blatt 2: “Kühle dich ab, bevor du ins Wasser gehst. An einem heißen Sommertag ist dein Körper so erhitzt, dass er sich erst an das kalte Wasser gewöhnen muss. Sonst kann das kalte Wasser zu einem Schock führen.” Meine Meinung: Auch das lernt man doch von kleinauf, man wirft kein Baby in ein Babyplanschbecken ohne dass man es abkühlt und das Kind lernt so von Babyalter an daß man nicht einfach so ins Wasser springen soll…
Blatt 3: “Gehe als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser. Als Nichtschwimmer ist man das Wasser nicht gewöhnt und kann leicht in Panik geraten.” Meine Meinung: Zuerst mal geht weder Christoph noch sein kleiner Bruder Kevin (bald 3) ohne Schwimmhilfe ins Wasser. Kevin hat Schwimmärmchen, Christoph einen Schwimmgürtel. Somit gehen die Beiden schon mal nicht unter. Weder der Grosse noch der Kleine geraten in Panik!? Kevin ist vorsichtiger und dem muss man immer sagen, Mund zu, Mund über Wasser halten
Das Problem was ich bei Kindern sehe die Nichtschwimmer sind, sie überschätzen sich gerne, wie Christoph. Er darf nur bis über Bauchhöhe in den Bodensee rein und nach der 3ten Schwimmstunde als er dieses Blatt da bekam, da geben sich die Kids zu, sie glauben sie könnten schon den Bodensee so überqueren… Panik, nein, Leichtsinnig werden sie und sehen die Gefahr, die sie vorher verinnerlicht hatten, nicht mehr…
Blatt 4: “Halte das Wasser und seine Umgebung sauber. Wirf deinen Müll in Mülleimer oder nimm ihn wieder mit nach Hause. Zerbrochene Flaschen im oder am Wasser, Dosen oder anderer scharfkantiger Müll können zu Schnittverletzungen führen.” Meine Meinung: Das ist eine Erziehungssache, das lernen die Kinder doch schon von Kleinkindalter an, daß Müll in den Mülleimer gehört und machen Kids das Zuhause so, dann machen sie es am See oder Schwimmbad ebenfalls so. Da bräuchten viele Erwachsene so ein Blatt, die ihre Alk-Flaschen einfach liegen lassen oder ihr Papier und Plastik vom Essen!
Blatt 5: “Gefährde niemanden durch einen Sprung ins Wasser. Achte darauf, dass im Sprungbereich keine Schwimmer oder Taucher sind. Wenn ein Springer einen Schwimmer trifft, können beide schwere Verletzungen erleiden. Schwimme nie im Sprungbereich!” Meine Meinung: OKAY, die Regel ist sinnvoll gewesen für meinen Sohnemann, da wir “nur” in den Bodensee zum schwimmen gehen, da trifft so eine Regel nicht zu, aber im Schwimmbad sollte das Kind das wissen…
Blatt 6: “Springe nur uns Wasser, wenn es frei und tief genug ist.” Meine Meinung: Klar auch wichtig für im Schwimmbad…
Blatt 7: “Rufe nie grundlos um Hilfe. Hilf aber anderen, wenn sie in Gefahr sind.” Meine Meinung: Christoph hatte so eine Phase, wenn er im Bodensee war und Wellen von den Schiffen kamen, da hat er dann lautstark “Hilfe” gerufen…er hat aber schnell verstanden, daß man das nur macht wenn man echt Hilfe braucht… “Hilf anderen, wenn sie in Gefahr sind.” Ja gut, dazu muss man mal selber zuerst schwimmen können…
Blatt 8: “Wenn du frierst, verlasse das Wasser sofort.” Meine Meinung: Das lernen doch auch schon die Kleinstkinder, in ihren plastik Schwimmbeckchen, das wenn es einem kalt wird, man raus soll/muss und erst wieder reingeht wenn man wieder ausgewärmt ist, natürlich wieder mit ans Wasser gewöhnen… Beim Schwimmkurs mussten auch viele von den jüngeren Kindern aus dem Wasser raus, weil sie schon blaue Lippen hatten!!! Der Bodensee ist eigentlich nie sooo warm wie ein Schwimmbecken, darum hat das Christoph jetzt nicht betroffen, er kennt das
Am Montag, als wir Christoph abholten aus dem Schwimmkurs, da waren wir schon lange Zeit vor dem Ende da und haben das Treiben beobachtet, natürlich auch schon an den anderen Tagen… es ist zuerst mal 45 Minuten Schwimmen, dann 45 Minuten Theorie, am anderen Tag dann 45 Minuten Theorie, danach 45 Minuten Schwimmen. Am Montag war die Theorie zum Schluss dran, und Christoph wie auch viele andere Kids liefen da auf der Wiese herum, sie machten ein “Spiel” ob sinnvoll oder nicht, naja wir dachten wir bezahlen fürs “Schwimmen lernen” da steigen die Kids aus dem Schwimmbecken, legen sich das Handtuch um die Schultern, und watscheln auf die Wiese und dann folgen halt diese 45 Minuten Theorie…jedenfalls als mein Mann dann Christoph holte nach den 45 Min., da fand mein Chaot zuerst mal sein T-Shirt nicht mehr wieder
dann kam er zu mir auf die Terrasse, gibt leckeres Eis dort, 3 Kugeln für 2,40 Euro
Mein Mann fragte dann da eine der “Schwimmlehrerinnen” wie das mit dem Seepferdchen gehen würde, da wurde ihm schnippig geantwortet: “wenn sie sehen würden, daß ein Kind soweit wäre, dann würden sie das von sich aus mit dem Kind machen, dafür bräuchten sie die Zustimmung der Eltern nicht.” Aber Halloooo, es war nur eine nette Frage, muss man derart antworten? Man erfährt auch nicht wie “weit” sein Kind nun ist, wo die Defizite liegen…nach dem Kurs ist nach dem Kurs, da haben Viele leider keine Zeit für eine Frage der Eltern…schade, sollte eigentlich anders sein oder?
Dann hatte er an einem Tag eine ganz junge “Schwimmlehrerin”, ein Mädel halt, dagegen ist ja auch nichts zu sagen, wenn sie es kann…jedoch sollten die Blicke des Mädels dann bei den beiden “Schwimmschülern” sein und nicht bei gutaussehenden Jungs
Selbst Christoph bemerkte den Unterschied und sagte wortwörtlich: “Achhh die hat nicht so gut aufgepasst, ich wäre fast abgesoffen…!”Zudem, sind die letzten 45 min die Schwimmstunde, danach räumen die Schwimmlehrer/innen alles auf, die Abtrennungen, die Schwimmnudeln und Ringe und die Kids sind aber noch im Wasser und sich selbst überlassen, ich habe bisher nur 2mal gesehen daß die Kinder dann auch raus zu ihren Eltern mussten, die ja nicht direkt am Becken sein “dürfen”…da wären die Kids zu abgelenkt…nicht Jeder, unser Chris läuft dann zur Höchstform auf, er will ja stolz zeigen was er schon kann oder was auch noch nicht
Mal zurück zum Punkt…am Montag als er bei mir auf der Terrasse da ankam, war er echt eiskalt! Es wehte ein Lüftchen, es war kühler als noch letzte Woche und es musste so kommen, am Montag Abend war Christoph schon nicht wohl, am Dienstag Morgen, also gestern, war ihm ein bißchen schlecht und schwindelig, er ging trotzdem gerne zur Schule und so musste ich ihn um 10 Uhr 30 ca. abholen, er glühte, hatte hohes Fieber…er hat gestern den ganzen Tag nur geschlafen und Heute dasselbe Spiel…er hat sich auf der Wiese erkältet…
Gestern Mittag hat mein Mann dann dort bei der Verantwortlichen angerufen und wollte abklären wie das denn nun ist, ihm fehlen ja noch 3 Stunden und schwimmen kann er ja auch noch nicht, doch tief, aber nicht weit
Tja was soll ich sagen, die Stunden können nicht nachgeholt werden, war klar. Erst im Winter dann, dann beginnt ein neuer Kurs, neu anmelden, neu zahlen und das 1te Mal dann da würde sie ein Auge zudrücken und ihn so rein lassen, denn nicht nur daß man die Kursgebühr zahlt, man zahlt ja auch noch jedesmal den Eintritt fürs Schwimmbad, sind zwar nur 1,20 Euro aber immerhin 60 Euro Schwimmkurs plus 7 mal 1,20 Euro sind zusammen 68,40 Euro dafür, daß er nun wenn die Sommerferien hier beginnen doch noch immer NICHT schwimmen kann…das ärgert einen ja doch schon, verständlich oder? Die Frau meinte noch am Tel, sie wären ja auch der billigste Kurs hier in der Gegend. Echt? Wusste ich nicht! Es war der erste Kurs den ich gefunden habe hier in der Gegend…. Hätte ich mal besser weitergesucht, aber nachher ist man immer schlauer…
Gestern haben wir dann auch noch bei einer anderen Schwimmlehrerin angerufen, dort kostet der Kurs 85 Euro, zieht sich allerdings über 10 Wochen hin, jedoch wenn dort eine Stunde oder mehr wegen Krankheit ausfallen müssen, dann werden diese Stunden gutgeschrieben und wiederholt, tolle Sache! Dort sind nur 4 Kids pro Kurs…so daß alle richtig gefördert werden und dort hat jedes Kind nach den 10 Wochen das Seepferdchen sicher geschafft! Na das ist ja mal eine Aussage! Zudem ist dieser Kurs da nicht wetterabhängig, das heisst kein frieren draussen auf der Wiese!?…
Wenn Christoph gesund ist, plansche ich mit Kevin vorne im Bodensee und Alex schaut mal wie weit Christoph überhaupt ist, eine Aussage darüber haben wir bis Heute nicht, wo seine Schwächen sind und dann übt Alex erstmal mit ihm weiter…und wenn das klappt, sein Seepferdchen kann er ja überall machen… und wenn nicht, dann besucht er den neuen Kurs da, der sich auf jeden Fall vielversprechender nun anhört…und wenn ich richtig gelesen habe nehmen die Kids sogar schon ab 3 Jahren an, das wäre dann auch was für Kevin in einigen Monaten…
Gestern haben wir auch gehört, daß noch andere ihre Kids dort aus dem Schwimmkurs genommen haben, aus welchen Gründen, das weis ich nicht…die werden später auch dann in den anderen Kurs gehen…nicht nur wir hatten dort also unsere Problemchen
Fortsetzung folgt bestimmt
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