Pfeiffersches Drüsenfieber


Nach langem Hin und Her und nicht aufgeben haben wir nun die Gewissheit, daß Kevin leider das “Pfeiffersche Drüsenfieber” schon chronisch hat. Bestimmt könnt Ihr Euch noch an die Zeiten erinnern wo er dauernd eine Mittelohrentzündung nach der Anderen hatte und ewig Schnupfen und dann mal wieder ein Infekt. Nach der OP von Ohren und Nase war Kevin leider auch nie richtig gesund. Ein HickHack Hin und Her, mehrere Ärzte (Hausarzt, Kinderarzt) und immer wieder kam als Antwort: “Er hat halt wieder ein Infekt.” Klar, das wusste ich selber, wer das nicht merkt…

Nachdem er dieses Jahr auch wieder über 10 Wochen krank war/ist, habe ich mich nicht mehr abspeisen lassen und gedrängt, daß mal das Blut kontrolliert werden soll, was der Arzt immer wieder hinausschob, klar ist es nicht einfach bei so kleinen Kindern und für die Kids auch keine tolle Erfahrung, seitdem mag Kevin den Arzt nicht mehr, da hilft auch nicht das Geschenkchen was er sich danach aus der Kiste aussuchen darf… was sein muss, muss sein. Nein ich habe ihn nicht gerne quälen lassen, aber er litt jeden Tag an was Anderem, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Muskelschmerzen, Bauchschmerzen, und noch Vieles mehr, 2-3 mal am Tag klagte er über was anderes, dauernd müde und wer Kevin kennt, was der kleine Mann schon mit dem Opa an Kilometer gelaufen ist… und seit dem mag er nur noch selten spazieren gehen, klar wenn man müde ist. Und genau darum habe ich auch nicht locker gelassen, er war einfach nicht mehr DER Kevin, den wir immer kannten. Es wurde immer wieder abgetan, daß er mal wieder ein Infekt hätte, gut, aber nicht 8 Wochen am Stück oder? Und dann kam das Ergebnis:

Der Epstein-Barr-Virus wurde in seinem Blut nachgewiesen…und schliesslich wurde sein Infekt umgetauft in chronisches Pfeiffersches Drüsenfieber. Eine ursächliche Therapie des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist bisher nicht möglich. Der Arzt wird aber die Symptome der infektiösen Mononukleose behandeln.

Hier noch ein Auszug von netdoktor.de was man machen kann:

  • Bettruhe, beziehungsweise körperliche Schonung
  • Warme Getränke lindern Halsschmerzen
  • Kinder sollten viel trinken und leichtverdauliche Nahrung zu sich nehmen
  • Fiebersenkende Maßnahmen und Medikamente
  • Keine körperliche Anstrengung, bis die Müdigkeit verschwindet
  • Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind auch bis zu vier Wochen nach der Krankheit nicht körperlich anstrengt. Zwar ist die Komplikation sehr selten, aber eine extreme körperliche Anstrengung kann zu einem Milzriss führen. Manchmal vergehen mehrere Monate, bis das Kind wieder körperlich fit ist.
  • Komplikationen müssen speziell behandelt werden

Hinweis: Kommt es im Zusammenhang mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber zu zusätzlichen bakteriellen Infektionen, sollten diese nicht mit dem Antibiotikum Ampicillin oder Amoxicillin behandelt werden, da danach typischerweise ein Hautausschlag (Arzneimittelexanthem) auftritt.

Die möglichen Komplikationen die noch auftreten können, die erspare ich Euch jetzt mal lieber…

Im Moment geht Kevin wieder in den Kindergarten, aber seit 2 Tagen hat er wieder einen Schleim-Husten, der kleine Mann hat es noch immer nicht geschafft, ein Auf und Ab, mittlerweile freue ich mich über jeden “guten” Tag den er hat.

Die meisten Kleinkinder, die dadran erkranken, sind nach 2-3 Wochen wieder fit, nur ein geringer Prozentsatz leidet lange Zeit und er gehört zu denen, es kann über viele Monate dauernd, aber auch Jahre…


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